Gewichtsreduktion senkt blutdruck

21.07.2018

Viele Menschen mit Bluthochdruck sind übergewichtig. Oft wird ihnen empfohlen abzunehmen, um den Blutdruck zu senken. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des internationalen Forschungsnetzwerks Cochrane Collaboration haben geprüft, ob es wissenschaftliche Nachweise für diese Empfehlung gibt. Dazu haben sie nach guten Studien gesucht, in denen die Auswirkungen von Diäten oder Medikamenten zur Gewichtsabnahme auf den Blutdruck untersucht wurden.

Orlistat löst allerdings relativ häufig Nebenwirkungen aus, vor allem Magen-Darm-Beschwerden.

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Nutzenbewertung nichtmedikamentöser Behandlungsstrategien bei Patienten mit Bluthochdruck: Gewichtsreduktion: Abschlussbericht; Auftrag A05-21A. 31.08.2006 (IQWiG-Berichte; Band 12).

Bei einem Bluthochdruck (Hypertonie) stehen die Blutgefäße unter zu hohem Druck. Ein erhöhter Blutdruck allein verursacht nicht unbedingt spürbare Beschwerden. Bleibt der Druck auf die Blutgefäße aber dauerhaft erhöht, kann das zum Beispiel Arterien und Organe wie Herz oder Nieren schädigen. Bluthochdruck ist deshalb ein wichtiger Risikofaktor für Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Semlitsch T , Jeitler K , Berghold A , Horvath K , Posch N , Poggenburg S et al. Long-term effects of weight-reducing diets in hypertensive patients. Cochrane Database Syst Rev 2016; (3): CD008274.

Keine der Studien hat untersucht, ob die Blutdrucksenkung auch das Risiko für Folgeerkrankungen verringert. Bluthochdruck ist zwar ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das bedeutet aber nicht, dass eine Senkung des Blutdrucks automatisch auch vor Folgeerkrankungen schützt. Ob das Ausmaß der Blutdrucksenkung in den Studien ausreicht, um langfristig die Gefäße und Organe zu schützen, ist daher unklar. Außerdem ist die Aussagekraft des Blutdrucks allein begrenzt, da das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen noch von anderen Faktoren abhängt.

Weitere vier Studien mit etwa 2000 Teilnehmenden untersuchten, wie sich eine Gewichtsabnahme mithilfe des Medikaments Orlistat auf den Blutdruck auswirkt. Orlistat ist das einzige Mittel, das in Deutschland zur langfristigen Behandlung von Fettleibigkeit zugelassen ist. Die Studienergebnisse zeigen, dass auch eine Gewichtsabnahme mithilfe von Orlistat den Blutdruck senken kann: Die Teilnehmenden, die das Mittel nahmen, verloren über einen Zeitraum von 6 bis 48 Monaten rund 4 Kilogramm Gewicht. Der systolische Blutdruck sank durchschnittlich um 2,5 mmHg, der diastolische Blutdruck um 2 mmHg.

Auch wenn sich derzeit nicht sicher sagen lässt, ob eine Gewichtsabnahme auch die Folgen eines Bluthochdrucks beeinflussen kann: Zur Senkung des Blutdrucks ist sie auf jeden Fall sinnvoll – und damit hilfreich für Menschen, die ihren Blutdruck am liebsten ohne Medikamente in den Griff bekommen möchten.

(PantherMedia / CandyBox Images) Wer ein paar Kilogramm abnimmt, kann seinen Blutdruck senken. Ob eine Gewichtsabnahme aber auch vor Folgeerkrankungen eines Bluthochdrucks schützen kann, ist noch nicht geklärt.

Vor allem fettreiche Nahrungsmittel, aber ebenso große Fleischmengen gilt es zu meiden, denn vor allem tierische Fette haben es in sich. So lassen diese den Blutfettspiegel in die Höhe schnellen und gleiches gilt dann auch für den Blutdruck.

Zwischen einem zu hohen Körpergewicht und einem zu hohen Blutdruck findet sich eine direkte Verbindung. So stellt die Bauchspeicheldrüse gerade bei übergewichtigen Personen oftmals mehr Insulin her, als bei normalgewichtigen Menschen, so dass der* Blutdruck ansteigt.

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Eine Gewichtsreduktion ist gerade bei Bluthochdruck wichtig wenn die Bluthochdruck Ursache Übergewicht ist. Denn nachweislich senkt sich dieser pro verlorenen Kilogramm Körpergewicht um 2 mmHg. Nimmt der Übergewichtige also ab, stellt der Körper automatisch weniger Insulin her und der ANP-Spiegel kann wieder ansteigen. Um das Körpergewicht, sowie den Bluthochdruck zu senken, empfiehlt es sich auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu setzen. Gemüse, wie Obst sollten also den Speiseplan bereichern und öfter auf den Tisch kommen, als fett-, wie zuckerreiche Lebensmittel.

Diagnostiziert der Fachmann eine besonders schwere Form von Übergewicht, spricht dieser in diesem Fall von Fettleibigkeit. Mediziner nennen dieses extrem hohe Körpergewicht auch Adipositas.

Alternative Empfehlung

Um diese Werte zu erreichen, gilt es auch keineswegs Marathonläufe zu starten, denn es reicht vollkommen aus regelmäßige Spaziergänge in den Alltag mit einzubauen oder schlichtweg diverse motorisierte Transportmittel, wie Auto, Bus und Bahn zu meiden. Bluthochdruck durch Übergewicht lässt sich mit etwas Disziplin durchaus einfach in den Griff bekommen.

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Bluthochdruck Ursache Übergewicht, wem überrascht das noch? Von Übergewicht spricht man, wenn das Gewicht des Körpers überdurchschnittlich hoch zur Relation der Körpergröße ist. Zig Risikofaktoren spielen hier eine Rolle, denn, beispielweise, durch Bewegungsmangel, Vererbung, sowie eine falsche Ernährungsweise kann es bei einem jeden Menschen zu Übergewicht kommen und demnach ebenso zu Bluthochdruck, auch als Hypertonie bezeichnet.

Viele Patienten unterschätzen oft, wie viel Sport getrieben werden muss, damit tatsächlich etwas erreicht wird. Ideal sind vier bis fünf Mal pro Woche dynamischer Ausdauersport wie Jogging für 30 bis 45 Minuten, sagte Professor Hans-Georg Predel von der Sporthochschule in Köln. Die Intensität sollte dabei im aeroben Bereich bei etwa 60 bis 75 Prozent der maximalen Belastung liegen. Eine Alternative sind mindestens zwei bis drei Einheiten pro Woche für 60 bis 80 Minuten. Studien zufolge senkt Ausdauertraining den Blutdruck um acht mmHg. Die Effekte sind umso ausgeprägter, je höher der Blutdruck vor Beginn des Trainings war und unabhängig von Alter und Geschlecht. Etwa 80 Prozent der maximalen Wirkung sind bereits nach sechs bis acht Wochen Training erreicht. Es gibt aber Personen, bei denen das Training keine Wirkung auf den Blutdruck hat. Neuen Studien zufolge ist auch dosiertes isometrisches Krafttraining günstig. Empfehlenswert sei zum Beispiel Training mit Handgrips drei Mal pro Woche für zehn Minuten.

Auch für die meisten Personen, die bereits zu hohen Blutdruck haben, haben nicht-medikamentöse Maßnahmen zunächst oberste Priorität, betonten Experten der Deutschen Hochdruckliga kürzlich bei ihrer Jahrestagung in Bonn. Durch Gewichtsreduktion, reichlich Ausdauersport und gesunder Ernährung ist eine Senkung der Blutdruckwerte um bis zu 20 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) möglich.

Wie lange nicht-medikamentöse Maßnahmen ausprobiert werden sollten, bevor der Griff zu Medikamenten erfolgt, hängt vom Gesamtrisiko für eine Herz-Kreislauf-Komplikation ab, erklärte Weißer. Es wird außer von Blutdruckhöhe von Faktoren wie Rauchen oder erhöhte Cholesterinwerte sowie von Erkrankungen wie Diabetes bestimmt.

Viele Übergewichtige setzen sich jedoch unrealistische Ziele und wollen Normalgewicht erreichen, kritisierte der Präventionsexperte. Geht dann das Abnehmen zu langsam voran, geben sie schnell ganz auf. Aus medizinischer Sicht wäre mit einer Gewichtsreduktion um fünf bis zehn Kilogramm schon viel gewonnen, hebt Wirth hervor. Der Blutdruck sinkt um etwa zehn mmHg. Gelingt es stark Übergewichtigen, zehn bis 15 Kilo abzunehmen, fällt der Blutdruck sogar um 15 bis zu 20 mmHg, was der Wirkung eines potenten Antihypertensivums entspricht. Dies lasse sich aber nur durch strikte Diät und gleichzeitig mehr Bewegung erreichen. Zu Beginn sei eine niedrig-kalorische Mischkost mit viel Obst und Gemüse zu empfehlen, so Wirth. Führt dies nicht zum Erfolg, sollte auf eine Formula-Diät gewechselt werden. Zusätzlich sollten möglichst fünf Stunden Ausdauersport pro Woche getrieben werden, drei Stunden um das Gewicht dann zu halten.

G ewichtsreduktion ist besonders wichtig um Blutdruck zu senken. Das heißt Abspecken, mehr Bewegung und gesunde Ernährung! Bei den guten Vorsätzen fürs neue Jahr sollte es nicht bleiben. Wer sich vor Bluthochdruck, der Volkskrankheit Nummer eins, und den Folgeerkrankungen Herzinfarkt und Schlaganfall schützen will, der muss seinen inneren Schweinehund überwinden.

Dabei ist Vorbeugung einfach. Bei den meisten Hypertonikern ist ein ungesunder Lebensstil die wesentliche Ursache, betonte in Bonn Professor Alfred Wirth aus Bad Rothenfelde. Der wichtigste Risikofaktor sei starkes Übergewicht. Zwei Drittel der deutschen Bevölkerung sind übergewichtig mit einem Body-Mass-Index (BMI, Gewicht in Kilogramm geteilt durch Größe in Meter zum Quadrat) über 25. Etwa jeder dritte Betroffene hat einen BMI über 30 und ist damit krankhaft übergewichtig. „Je mehr die Leute wiegen, desto höher ist ihr Blutdruck“, so Wirth. Jeder zweite stark Übergewichtige hat Bluthochdruck und bei der Hälfte von diesen wiederum ist bereits das Herz wegen verminderter Leistungsfähigkeit vergrößert, was das Infarktrisiko potenziert. Besonders riskant ist eine starke Zunahme des so genannten viszeralen Fettgewebes am Bauch. Der Taillenumfang ist der beste Marker für ein hohes Hypertonie-Risiko, sagte Wirth. Ein Wert von 112 Zentimetern bedeutet im Vergleich zu Schlanken ein sechsfach erhöhtes Hypertonierisiko und sollte besonders zum Abspecken anspornen.

Es gibt noch weitere diätetische Maßnahmen, die sich positiv auf den Blutdruck auswirken. Durch eine Beschränkung der Kochsalzzufuhr auf sechs Gramm täglich – der Durchschnitt liegt bei etwa zehn Gramm – fällt der Blutdruck um zwei bis acht mmHg. Schränken Personen mit deutlich erhöhter Alkoholzufuhr ihren Konsum ein – Männer auf unter 30 Gramm täglich (etwa zwei kleine Flaschen Bier) und Frauen auf unter 20 Gramm -, fällt der Blutdruck um zwei bis vier mmHg. Allerdings addieren sich die Effekte nicht, betonte Privatdozent Burkhard Weißer aus Bonn. Maximal sei durch nicht-medikamentöse Maßnahmen eine Senkung des systolischen Blutdrucks (der höhere Wert) um 20 mmHg möglich.

Laut bisherigen Schätzungen haben etwa 16 Millionen Deutsche zu hohen Blutdruck mit Werten über 140/90 mmHg. Nach einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift „Jama“ veröffentlicht wurde, scheint diese Zahl zu tief gegriffen, und es sieht in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sowie den USA und Kanada besonders düster aus. Bei einer repräsentativen Stichprobe aus dem Raum Augsburg hatten 55 Prozent der untersuchten Personen zwischen 35 und 74 Jahren Hypertonie. Dies war die höchste Rate im Ländervergleich. Im Mittel waren 44 Prozent der untersuchten Europäer von Bluthochdruck betroffen, und nur28 Prozent der Nordamerikaner. Gleichzeitig war der Anteil der Personen, die mit blutdrucksenkenden Medikamenten behandelt wurden, in Europa mit 27 Prozent kleiner als die 44 Prozent in den USA und Kanada. Bestätigt hat sich auch, dass mit zunehmender Häufigkeit der Hypertonie vor allem die Sterblichkeit auf Grund eines Schlaganfalls steigt.

Bei motivierten Patienten mit Blutdruckwerten zwischen 140 bis 159 mmHg systolisch und 90 bis 99 mmHg diastolisch und geringem Risiko – das heißt, die Wahrscheinlichkeit eines kardiovaskulären Ereignisses in den kommenden zehn Jahren liegt bei unter 15 Prozent – kann der Erfolg nicht-medikamentöser Maßnahmen für drei bis zwölf Monate abgewartet werden, sagte Weißer. Bei mittlerem Risiko sollten senkende Medikamente verordnet werden, wenn der Blutdruck nach drei Monaten immer noch über 140/90 mmHg liegt. 70 bis 80 Prozent aller Bluthochdruck-Patienten fallen in diese beiden Kategorien. Die übrigen Patienten mit hohem und sehr hohem kardialen Risiko, darunter die mit Werten von über 180/110 mmHg, sollten sofort mit Antihypertensiva behandelt werden.